Berichte
Juni 2007
Wanderreittour Bläsergruppe Frankenland
Am Dienstag, den 5. Juni 2007 fuhren wir, Rudi (Girlie) und
Anita Haibt (Giggo), Karsten Schröder (Look at me) und Erwin
Buchmann (Rebell), erneut ins schöne Frankenland. Unser Ziel
war wieder einmal bei Petra und Peter Stegmüller in
Kühnhardt.


Die Pferde waren schnell in den schönen neuen Boxen bei
frischem Gras und schönem Heu untergebracht, die Hänger bald
geparkt, wobei ein Rücklicht den unliebsamen Kontakt mit dem
einzigen Wasserfass weit und breit aufnahm. Mit den beiden
Stegmüllers sind wir dann zum Essen gefahren. Los ging’s in
den Nachbarort, Essen und Trinken waren super. Zurück in
Kühnhardt gab’s noch einige Absacker, so dass ein Reiter
(Namen dem Autor sehr bekannt) am nächsten Morgen
Kopfschmerzen hatte und dem Alkohol gänzlich abschwor.
Nach gutem Frühstück wurden die Pferde geputzt, die Sättel
und Satteltaschen aufgelegt, einige Stücke geblasen und dann
die ersten Meter gelaufen. Das Wetter war zum Reiten ideal,
es war wechselnd wolkig und sonnig, es ging ein schöner
Wind. Die Wege und die Aussicht waren schön. Kurz vor
unserem Rastort Thürnhofen galoppierten wir über eine vor
kurzem gemähte Wiese. Am Ortsrand stand schon der Bauer, dem
das gar nicht gefallen hatte und der ziemlich sauer war. In
Thürnhofen war Mittagsrast in der Raststätte „Zum grünen
Wald“ an einem schönen See. Der Wirt, Herr Bräutigam, gab
sich zunächst nicht als solcher zu erkennen, war auch nicht
besonders freundlich. Die Pferde durften wir nur am Waldrand
anbinden. Rebell nahm Kontakt zu Erdhummeln auf, die auf
diesen Kontakt allerdings keinen Wert legten und ihn
daraufhin verjagen wollten.
Schnell gegessen, denn die Küche macht ja pünktlich um 13.30
Uhr zu, den Flüssigkeitsverlust mit reichlich Radler wieder
ausgeglichen (schon war der oben genannte Reiter seinem
Schwur wieder untreu geworden).
Nach etwas Ruhepause ging’s dann weiter Richtung Limbach bei
Herrieden zu Familie Städtler (da waren wir 2001 schon
einmal). Zwischendurch verlor Karsten mal wieder seinen Hut.
In Limbach angekommen, wartete bereits Herr Städtler mit
einem Bügeltrunk (schon wieder Alkohol!). Frau Städler kam
etwas später von einem Dressurlehrgang. Sie servierte uns
später ein tolles Abendessen. Gut gegessen und getrunken
sind wir ins Bett gefallen.
Am zweiten Tag ging es von Limbach nach Altentrüdingen zu
Familie Oberhauser. Die Wege waren wie immer wunderbar,
allerdings brannte die Sonne erbarmungslos vom Himmel. In
Brunn fanden wir einen schönen Rastplatz an einer Gaststätte
(Zum grünen Baum) an zwei Seen. Die Pferde konnten grasen
und wir konnten schön essen und trinken. Lediglich Chicco
fand es etwas langweilig und wollte mal kurz verschwinden.
Die Gäste in der Gaststätte wollten immer wieder Zugaben
unserer Blaskunst. Diesem Wunsch haben wir natürlich gerne
entsprochen, zumal die Akustik sehr gut war. Weiter ging´s
Richtung Altentrüdingen, zwischendurch wurde ordentlich
gelaufen, da Giggo Rückenprobleme hatte. Am Schluss des
Tages baute Rudi mal wieder eine Schikane ein, um uns bei
guter „Laune“ zu halten. Schließlich kamen wir voller Durst
und müde bei Familie Oberhauser an. Die Pferde waren schnell
versorgt, zwei Begrüßungsstücke gespielt, so dass wir dann
den Flüssigkeitsverlust mittels Radler wieder auffüllen
konnten. Abends gab es dann die berühmten fränkischen Zipfel
mit frisch gebackenem Brot, sowie fränkische Bratwürste mit
Kraut. Zeitgleich mit uns waren drei junge Damen mit ihren
Pferden zu Gast, die natürlich ebenfalls mit uns gegessen
haben. Mit einem wunderbaren Nachtisch klang der Abend bei
guten Gesprächen aus.
Am nächsten Morgen gab es schon wieder ein reichhaltiges
Frühstück. Danach wurden die Pferde gesattelt. Giggo bekam
den Wanderreitsattel von Erwin. Zunächst ritten wir an den
Hesselberg und bestaunten die dortige Scheuchenparade.
Verschiedene Schulklassen haben dort mit viel Mühe und
Engagement Vogelscheuchen zu bestimmten Themen gebastelt.
Das war echt sehenswert, schließlich befanden wir uns ja auf
einer Bildungsreise. Es war der heißeste Tag der Tour, so
dass wir immer wieder gelaufen sind, zumal Chiccos
Rückenprobleme schlimmer wurden. In Weitingen fanden wir
eine Metzgerei, bei der wir draußen sitzen, eine Kleinigkeit
essen konnten und die Pferde Wasser bekamen. Nach dieser
Rast suchten wir am Ortsrand einen Rastplatz für die Pferde.
Diesen fanden wir unter einer großen Linde, dort konnten die
Pferde schön grasen. Nach dieser Pause ging es weiter
Richtung Mönchsroth, zwischendurch immer wieder mit
Wandereinlagen, schließlich waren wir auf einem WANDERritt,
dass kommt ja bekanntlich von Wandern. Schließlich waren
Giggos Rückenprobleme so schlimm, dass wir die letzte Stunde
komplett gelaufen sind. Dann überquerten wir einen Bach mit
den Pferden und dann waren wir fast da, Rudi fand aber, dass
es ohne Schikane nicht geht. Also noch kurz einen Schlenker
gedreht, den Weg gesucht, noch mal durchs Unterholz gelaufen
und schwupp waren wir da. Leider machte Erwins Schuhabsatz
schlapp und wollte unbedingt Freiheit vom Rest des Schuhs.
Trotz Klebeeinlage wollte der Absatz einfach nicht
dranbleiben.
Wir
wurden jedenfalls sehr herzlich von Familie Bischoff
empfangen. Die Pferde waren gut versorgt, die Reiter tranken
kühles Radler und erholten sich etwas. Roland Bischoff warf
inzwischen den Grill an. Bis wir uns unter der Dusche
abgekühlt hatten, war das Essen fertig. Berge von Fleisch
wurden gegrillt. Die Mutter von Andrea Bischoff, Heidi,
hatte Geburtstag (haben wir so nebenbei erfahren) und daher
waren noch andere Gäste da. Wir schmetterten natürlich
einige Stücke mit den Hörnern.
(Hier ein kleiner Ausschnitt des Geburtstagsständchens zum download -
1,3 MB) Es schmeckte wieder wunderbar, Hunger musste
keiner leiden. Anita war das Versuchskaninchen, ob denn auch
alles gut durch war. Der Abend klang wunderbar aus (für den
ein oder anderen mit ein paar Schnäpsen).
(Abschied vom Hutzelhof mit dem legendären Lied "Hund tot" zum download -
1,3 MB) Morgens entschieden wir, dass wir Giggo als
Handpferd mitnehmen. Aufgrund der Rückenprobleme war es
nicht möglich, ihn zu reiten. Anita und unsere Satteltaschen
hat das Geburtstagskind Heidi wieder nach Kühnhardt
gefahren. Das Reiten mit Handpferd ging wirklich super. An
Dinkelsbühl vorbei ritten wir wieder zurück nach Kühnhardt.
In Weidelbach im Gasthaus Schwarzer Adler trafen wir Anita
und auch Petra. Dort wurde gut gegessen. Die Pferde konnten
in einer Koppel grasen und sich erholen. Inzwischen zog sich
der Himmel immer mehr zu und wir befürchteten schon, in ein
Gewitter zu geraten. Doch das Wetter hielt, wie auch wir
Reiter und Pferde, durch. So kamen wir wieder in Kühnhardt
an. 100 Meter vor dem Ziel noch eine kurze Rast am
Wirtshaus, Look at me entspannte sich dabei so sehr, dass
sie noch etwas Dünger direkt vor dem Eingang fallen lies. So
kamen wir wieder gut in Kühnhardt an. Abends kehrten wir
wieder im Nachbarort ein, aßen und tranken dort gut. Danach
noch bei Petra einen guten Wein und nach einer Nacht mit
einigen Stechmücken gab es wieder ein reichhaltiges
Frühstück bei Petra. Rudis Hängerlicht war auch schon von
Peter repariert, so dass wir gemütlich Pferde und Ausrüstung
verladen konnten. Dann fuhren wir ohne Stau und
Zwischenfälle leider nach Hause. Wie schon so oft im schönen
Franken war es ein wunderbarer Ritt mit vielen guten Wegen,
gutem Essen und Trinken und vor allem netten Leuten. Ich
jedenfalls habe den Ritt sehr genossen!
Erwin Buchmann
13.06.07
